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Stefans Kos-Seite - Kos-Stadt

Agorá

© 2016 by Stefan O. Schüller

Lage des Ausgrabungsgeländes

Als Agorá wird das Aus­gra­bungs­ge­lände in der Nähe des Hafens be­zeich­net, das an den Elefthérias Platz grenzt und zwischen der Nafklirou (Bar Street), der Loggien­moschee und der Leoforos Ippokratous (Hippo­krates-Straße) liegt.

Wohn­gebäude aus der Zeit der Johanniter bildeten an dieser Stelle über Jahrhunderte das mittelalterliche Stadtzentrum. Bei einem schweren Erdbeben im Jahr 1933 wurden diese Gebäude völlig zerstört. Die italienischen Archäologen nutzten die Gelegenheit und gruben die darunter liegenden Teile der antiken Agorá und der angrenzenden Gebäude aus.

Leider ist das Gelände etwas unübersichtlich. Im Sommer sind viele Mauerreste zwischen dem hohen Gras kaum zu erkennen. Die aufgestellten Schautafeln helfen sich zu orientieren, sind aber nur in Griechisch und Englisch beschriftet.

Öffnungszeiten: Mo - So von 8 bis 15 Uhr, Eintritt frei

Die an­ti­ke Agorá

© 2016 by Stefan O. Schüller

Die Antike Agorá

Die antike Agorá war in der Antike Markt­platz und Ver­samm­lungs­platz der Haupt­stadt der Insel Kos.

Erbaut wurde sie in drei Phasen zwischen 366 v.Chr. und dem 4. oder 5. Jahrhundert, als die antike Agorá durch ein Erdbeben zerstört wurde. Sie zählt zu den größten Anlagen ihrer Art und reichte vom heutigen Ausgrabungsgelände bis hinunter zur Decumana, der Hauptstraße die in westlicher Richtung zum Asklepieion führte.

Geht man vom Ausgrabungsgelände die Leforos Vironos in südlicher Richtung, trifft man hinter dem Maritina Hotel auf der rechten Seite auf ein weiteres Ausgrabungsfeld, das erst vor ein paar Jahren vorbildlich restauriert wurde. Auch dieser Bereich gehörte zur antiken Agorá. Erst an dieser Stelle lassen sich die Ausmaße der Anlage ermessen.

Das Aph­ro­dite-Hei­lig­tum (Aph­ro­dite-Tem­pel)

© 2016 by Stefan O. Schüller

Das Aphrodite-Heiligtum

Das Aph­ro­dite-Hei­lig­tum findet man vom nörd­li­chen Ein­gang an der Naf­kli­rou (Bar Street) kommend auf der linken Seite. Auf einem gemauerten Podest sind zwei halbhohe Säulen aus Marmor zu sehen.

Das Heiligtum wurde ungefähr 200 Jahre v. Chr. errichtet. An seinen vier Außenseiten befanden sich Kolonnaden in dorischer Ordnung. Sie bildeten einen Hof, in dem zwei identische, rechteckige Tempel standen. Die beiden Altare waren den beiden Manifestationen Aphrodite Pandemos und Aphrodite Pontia geweiht.

In der griechischen Mythologie war Aphrodite die Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Begierde. Ursprünglich war sie zuständig für das Wachsen und Entstehen und wurde später zur Liebesgöttin.

Häuser­blocks (Buil­ding in­sulae)

© 2015 by Stefan O. Schüller

Antike Mosaike und Skulpturen im Archäologischen Museum

Die 366 v.Chr. ge­grün­dete neue Haupt­stadt von Kos war sys­te­ma­tisch in ein­zel­ne Blöcke aufgeteilt. Ein Netz von parallel zueinander verlaufenden Straßen, die sich im rechten Winkel kreuzten, teilten die Stadt in einzelne Blöcke.

Die Gebäudeblocks waren in Kos 31 bis 33 Meter breit und im nördlichen Teil der Stadt 62 Meter lang. Im südlichen Teil der Stadt waren die Häuserblocks 120 Meter lang. Die meissten Straßen waren vier bis viereinhalb Meter breit. Die Hauptstraße zum Asklepieion brachte es auf eine Breite von 33 Metern.

Betritt man das Ausgrabungsgelände von der südlich gelegenen Hippo­krates-Straße aus, befindet sich links die antike Agorá und gegenüber auf der rechten Seite sind Teile von vier Gebäudeblocks zu sehen. Die heute als Fußweg dienende, in ostwestlicher Richtung verlaufende Straße, trennte die Häuserblocks von der Stadtmauer.


Video von der Insel Kos

Video 19

Video von der Insel Kos

Die Agorá in Kos-Stadt
Die Agorá ist das größte Aus­gra­bungs­ge­län­de in Kos-Stadt (frei zugänglich) 14.01.2017





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Zuletzt aktualisiert am 14.02.2017