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Stefans Kos-Seite - Inselmitte

Pyli

© 2015 by Stefan O. Schüller

Lageplan am Dorfplatz

Pyli (auch Pili, Pilí oder Pýli geschrieben) ist ein Ort mit zweieinhalbtausend Einwohnern. Der Ort liegt im Inselinneren, auf 300 Meter Höhe, zwischen Marmari an der Nordküste und dem Dikeos-Gebirge im Süden. Mit dem Auto erreicht man Pyli, wenn man die Inselhauptstraße auf der Höhe von Marmari verlässt und in Richtung Dikeos fährt. Relativ flach ist der untere Teil des Ortes (Agios Georgios), der obere Teil (Ágios Nikólaos) wird durch die Ausläufer des Dikeos geprägt.

In Pyli geht es eher gemächlich zu, wer es nicht ganz so touristisch mag, ist hier richtig. Ein paar Läden rund um den Dorfplatz haben sich auf Individualtouristen eingestellt: Busstop Gallery, Ria und Remko, The Mermaid und die Taverne Palia Pigi neben dem alten Dorfbrunnen.

Wenn man am Dorfplatz ist, lohnt sich auch ein Blick in die äußerlich unscheinbare Kapelle Evangelístria. Sie wurde, wie die großen Kirchen, im traditionellen Stil bunt ausgemalt mit Motiven aus der biblischen Geschichte.

Traditionelles Haus

© 2015 by Stefan O. Schüller
© 2015 by Stefan O. Schüller

Das kleine Volks­kunde­museum (Traditional House) liegt direkt am Dorfplatz. Hier ist zu sehen, wie die Häuser auf der Insel Kos vor 70 Jahren eingerichtet waren. Es werden alte Gebrauchsgegenstände und Werkzeug, aber auch Möbel, Bilder und Teppiche gezeigt.

Der Eingang befindet sich an der mehrsprachigen Informationstafel, links neben der großen Taverne.

Alter Brunnen

© 2015 by Stefan O. Schüller
© 2015 by Stefan O. Schüller

Das Was­ser des alten Brun­nens mit den Löwen­köpfen (Pigi) ist bei den Einwohnern von Pyli auch heute noch beliebt und wird von diesen häufig in Kanistern abgefüllt. Auf Kos wird erzählt, dass Frauen, die das Wasser des Brunnens trinken und diesen mehrfach umrunden, mit vielen Kindern gesegnet werden.

Der Brunnen ist 400 Jahre alt, an manchen Stellen sind noch antike Inschriften zu erkennen. Aus sechs Löwenköpfen fließt das Wasser. Hohe Bäume spenden hier Schatten, wodurch sich der Ort in den Sommermonaten für eine Rast besonders gut eignet.

Lage: Vom Dorfplatz aus auf der gegenüber liegenden Seite der Hauptstraße, etwa 150 Meter der Seitenstraße folgen.

Agios Nikólaos

© 2015 by Stefan O. Schüller

Vom Dorfplatz aus gesehen

Die Kirche Agios Nikólaos liegt ganz in der Nähe des Dorfplatzes und ist mit ihrer hohen Kuppel und dem separaten Glockenturm auch im Vorbeifahren kaum zu übersehen.

Wie die anderen großen orthodoxen Kirchen ist Agios Nikólaos im Inneren mit zahlreichen Wandmalereien in kräftigen Farben versehen und wird von ausladenden Kronleuchtern beleuchtet.

Das Mosaik über dem Eingang der Kirche zeigt Agios Nikólaos, dem die Kirche gewidmet ist. Im Inneren finden sich noch Fragmente von Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

Das Grab des Charmylos

Relativ bekannt in Pyli ist das Grab des Charmylos aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Charmylos wurde als Held (Heroon) verehrt und soll mit dem Götterboten Hermes verwandt gewesen sein. Die Griechen gehen davon aus, das auf Charmylos die Besiedlung von Pyli zurückzuführen ist.

Der Zugang zu dem Grab ist zwar durch einen Zaun versperrt, man kann jedoch von außen einen Blick auf die schmucklose Grabanlage werfen. Das Ehrengrab für Charmylos, seine Familie und Nachkommen besaß ursprünglich zwei Ebenen. Die zwölf Kammern der unteren Ebene sind von einem Gewölbe aus zugänglich und gut zu erkennen. Die Grabkammern sind je 66 cm breit und zweieinhalb Meter lang.

Am hinteren Ende der Grabanlage steht heute eine Kapelle aus byzantinischer Zeit, zu deren Bau Teile des ehemaligen Grabtempels (Naïskos) verwendet wurden. Wer sich traut die ungewöhnlich niedrige Tür zu passieren, kann die Kapelle auch besichtigen.

Lage: Vom Dorfplatz zunächst auf der Hauptstraße 350 Meter weiter bergauf, dann geradeaus in die Nebenstraße. Nach weiteren 200 Meter gabelt sich die Straße, hier links halten. Nach 100 Metern ist das Ende der Straße erreicht, das Grab und die Kapelle sind auf der linken Seite.

© 2015 by Stefan O. Schüller

Hinweisschild am Eingang





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Zuletzt aktualisiert am 15.02.2017