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Stefans Kos-Seite - Wissenswertes

Geschichte

Frühe Kykladische Periode 4500-2000 v. Chr.

Bei der Besiedlung der griechischen Inseln entstanden kleine Bauern- und Fischerdörfer. Die ersten Spuren einer Zivilisation wurden auf den Kykladen gefunden.

Minoische Periode 2000-1500 v. Chr.

Die erste große Macht in der Ägäis waren in der Bronzezeit die Minoer. Sie errichteten Palastbauten und gründeten die antike Siedlung Akrotíri auf der Insel Thíra.

Mykenische Periode und dunkles Zeitalter 1500-700 v. Chr.

Die vom Peleponnes stammenden Mykener übernahmen viel von der minoischen Kultur und bauten ebenfalls Paläste. Im östlichen Mittelmeer bauten sie ein Handelsimperium auf und waren in einen zehnjährigen Krieg gegen Troja verwickelt. 1100 v. Chr. fielen aus dem Norden die Dorer ein und besiedelten Kos. Der Handel brach jedoch zusammen, die Paläste stürzten ein.

Archaische Periode 6.-5. Jh. V. Chr.

Mehrere griechische Inseln erhoben sich zu mächtigen Inselstaaten. Ab 650 v. Chr. gab es auf Sámos bis zur Machtübernahme durch den Tyrannen Polykrates 537 v. Chr. eine Demokratie. Danach herrschte König Minos über die Ägäis.

Um 700 v. Chr. Die drei rhodischen Städte Lindos, Kamios und Ialyssos entwickeln sich zu einer starken Seemacht und gründen zusammen mit Kos, Knidos und Harlikarnassos (heute Bodrum) den dorischen Sechsstädteverband (Hexapolis). Die Besiedelung von Kos konzentriert sich zur damaligen Zeit auf die Kéfalos-Halbinsel.

Klassische Periode und Hellenismus 490-180 v. Chr.

Die Angriffe der Perser wurden durch das Landheer der Athener in der Schlacht bei Marathon (490 v. Chr.) und den Seesieg bei Salamís (480 v. Chr.) zurückgeworfen. Athen stieg zu einer mächtigen Seemacht auf, mit der die ägäischen Inseln Schutzabkommen abschlossen.
Mit der Gründung des makedonischen Weltreiches 336 v. Chr gelingt Alexander dem Großen die griechische Vereinigung, die den Übergang von der klassischen zur hellenistischen Epoche markiert.

478 v. Chr. 1. Attischer Seebund (Delisch-Attischer Bund)

Asklipios und Hippokrates auf einem römischen Mosaik

460 v. Chr. In der Inselhauptstadt Astypalaia (heute Kéfalos) wird Hippokrates geboren, der als Arzt Berühmtheit erlangt.

378 v. Chr. 2. Attischer Seebund

366 v. Chr. Die Bewohner der Insel beschließen die Gründung einer neuen Stadt, an der Stelle des heutigen Kos.

357 v. Chr. Athen ist in einen schweren Krieg mit Mazedonien verwickelt. Darauf sagen sich Rhodos, Kos und Chios von Athen los.

340 v. Chr. Schiffe aus Chios, Kos, Rhodos und Athen leisten der Stadt Byzantion Hilfe gegen Philipp von Mazedonien.

336-323 v. Chr. Regierungszeit von Alexander dem Großen. Kos wird Teil des makedonischen Königreichs.

323-146 v. Chr. Nach der Aufteilung des Weltreichs von Alexander unter seinen Generälen gehört Kos zum ptolemäischen Reich, das von Ägypten aus regiert wird.

Römische Zeit 180 v. Chr.-395 n. Chr

Rom faßte zunächst als Schiedsrichter bei Auseinandersetzungen auf den Inseln Fuß. Bis 31 v. Chr. vereinnahmte das Römische Reich ganz Griechenland, wobei die Inseln auf fünf Provinzen verteilt werden.

139/138 v. Chr. Kos, Knidos und Rhodos erhalten ein Rundschreiben des römischen Senats zum Schutz der Juden.

82 v. Chr. Kos und die anderen Inseln des Dodekanes werden Teil der römischen Provinz Asia.

Byzantinische Periode 395-1523

395 n. Chr. Bei der Teilung des Römischen Reiches fällt Kos mit Griechenland an Ostrom und bleibt über achthundert Jahre Teil des byzantinischen Reiches.

554 Ein schweres Erdbeben verwüstet die Insel.

1309/10 Die aus dem heiligen Land vertriebenen Johanniterritter erobern Rhodos und erwerben Kos durch Kauf.

Osmanische Herrschaft 1523-1830

1523 Nach sechsmonatiger Belagerung erobern die Truppen von Sultan Süleymann Rhodos für das osmanische Reich. Die Johanniterritter verlassen die Inseln des Dodekanés, Kos wird türkisch.

1821 Der Freiheitskampf der Griechen gegen die Türken greift nicht auf den Dodekanés über. Die Befreiungsversuche bewirken jedoch eine beschränkte Selbstverwaltung.

Unabhängigkeit

1912-1913 Italien besetzt nach dem italienisch-türkischen Krieg den Dodekanés. Die Türkei tritt nach dem zweiten Balkan-Krieg die nördlichen Ägäis-Inseln an Griechenland ab.

1933 Am 23. April zerstört ein schweres Erbeben weite Teile der Altstadt von Kos.

1943 Nach der Kapitulation Italiens besetzen deutsche Truppen die Insel und verschleppen die koischen Juden nach Auschwitz.

1944-1947 Die Briten besetzen den Dodekanés. Er wird als letztes Territorium der Ägäis in den neuen griechischen Staat eingegliedert

1967-1974 Obristen ergreifen im politisch instabilen Griechenland die Macht und errichten eine Militärdiktatur

1975 Griechenland wird eine parlamentarische Republik. Der erste Ministerpräsident ist Konstantin Karamanlis.

1981 Am 1. Januar wird Griechenland als zehntes Mitglied in die Europäische Gemeinschaft (heute EU) aufgenommen.

1.1.2002 Der Euro wird offizielle Währung und ersetzt die griechische Drachme.






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Zuletzt aktualisiert am 15.02.2017