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Stefans Kos-Seite - Kos-Stadt

Die Loggienmoschee

Die Loggienmoschee liegt in der Nähe des Mandráki-Hafens, zwischen dem Nordausgang der antiken Agorá und der Burg Nerátzia. Die Moschee heißt eigentlich Hadji Hassan Moschee (nach dem türkischen Gouverneur Gazi Hassan Pascha), wird aber wegen ihrer schönen Säulenloggia als Loggia-Moschee oder Loggienmoschee bezeichnet.

Das Minarett ist weithin sichtbar und trägt eine Spitze aus hellen Steinen. Das Gebäude selbst verfügt über eine mehrfarbige Natursteinfassade und Fensterreihen, die in zwei Etagen angeordnet sind. Das Dach ist nicht als Kuppel ausgeführt, sondern als Walmdach mit hellroten Ziegeln, wodurch das Gebäude eher wie ein Palast als wie eine Moschee aussieht.

Zur Loggienmoschee gehört ein Reinigungsbrunnen. Er steht auf dem Platanenplatz und ist von einer Kuppel überdacht, zu deren Stützung korinthische Säulen verbaut wurden. An der Mauer, die um die Platane des Hippokrates verläuft, befindet sich ein Sarkophag, der während der osmanischen Herrschaft der Moschee als Brunnen und Wasserreservoir diente.

Eine arabische Inschrift am Sarkophag gibt als Gründungsjahr der Moschee 1786 an. Andere Quellen geben als Erbauungsjahr 1765 an. Bei dem Erdbeben in der Nacht zum 21.07.2017 wurde der Reinigungsbrunnen stark beschädigt, seine Kuppel stürzte zu Boden.

Es wird vermutet, dass die Moschee auf den Grundmauern der byzantinischen Basilika St. George errichtet wurde. Für den Bau der Loggienmoschee wurden auch Steine aus dem Asklepieion verwendet.

Die Moschee wird heute nicht mehr als solche genutzt. Wegen Baufälligkeit kann sie leider nicht besichtigt werden. Den schönsten Blick auf das Gebäude hat man von der antiken Agorá aus.

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Die Loggienmoschee von der antiken Agora aus.

Weitere Informationen über die Platane des Hippocrates gibt es hier.





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Zuletzt aktualisiert am 18.8.2017